23. Februar 2026
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\u201eWir wollen den Gastronomen nicht nur eine breite Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren bieten, sondern auch durch gezielte Unterst\u00fctzung in den Bereichen Kalkulation, Verkostungen und Men\u00fc-Begleitung Mehrwert schaffen\u201c, sagt Bierothek-Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Klemenz. Neben deutschen und internationalen Craftbieren sowie fr\u00e4nkischen Handwerksbieren sollen auch die Eigenmarken der Bierothek eine besondere Rolle spielen. So stehe die Weizenbiermarke Weisse Taube im Eigenmarken-Portfolio f\u00fcr die Kategorie \u201eTraditional\u201c, die Eigenmarke St. Erhard f\u00fcr Biere aus der Kategorie \u201eModern Bavarian\u201c und die Marke Hanscraft f\u00fcr die die Kategorie \u201eCraft\u201c, erkl\u00e4rt Klemenz.<\/p>\n\n\n\n

Der Ordersatz Gastrokonzepte soll in den n\u00e4chsten Wochen bis Mitte April auf rund 80 Artikel anwachsen. Fr\u00e4nkische und bayerische Biere seien bereits ab sofort f\u00fcr Gastronomen bundesweit beziehbar, internationale Spezialit\u00e4tensollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Klemenz ist davon \u00fcberzeugt, dass diese Erweiterung des Gastronomiebereichs nicht nur die Zusammenarbeit mit Gastronomen intensivieren wird, sondern auch dazu beitragen wird, dass Bierspezialit\u00e4ten einem noch breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n","post_title":"Bierothek startet Gastro-Vertrieb","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"bierothek-startet-gastro-vertrieb","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:29:06","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:29:06","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43942","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Torsten Sp\u00f6rl, Vertriebsleiter Gastrokonzepte (Foto: Bierothek)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

\u201eWir wollen den Gastronomen nicht nur eine breite Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren bieten, sondern auch durch gezielte Unterst\u00fctzung in den Bereichen Kalkulation, Verkostungen und Men\u00fc-Begleitung Mehrwert schaffen\u201c, sagt Bierothek-Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Klemenz. Neben deutschen und internationalen Craftbieren sowie fr\u00e4nkischen Handwerksbieren sollen auch die Eigenmarken der Bierothek eine besondere Rolle spielen. So stehe die Weizenbiermarke Weisse Taube im Eigenmarken-Portfolio f\u00fcr die Kategorie \u201eTraditional\u201c, die Eigenmarke St. Erhard f\u00fcr Biere aus der Kategorie \u201eModern Bavarian\u201c und die Marke Hanscraft f\u00fcr die die Kategorie \u201eCraft\u201c, erkl\u00e4rt Klemenz.<\/p>\n\n\n\n

Der Ordersatz Gastrokonzepte soll in den n\u00e4chsten Wochen bis Mitte April auf rund 80 Artikel anwachsen. Fr\u00e4nkische und bayerische Biere seien bereits ab sofort f\u00fcr Gastronomen bundesweit beziehbar, internationale Spezialit\u00e4tensollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Klemenz ist davon \u00fcberzeugt, dass diese Erweiterung des Gastronomiebereichs nicht nur die Zusammenarbeit mit Gastronomen intensivieren wird, sondern auch dazu beitragen wird, dass Bierspezialit\u00e4ten einem noch breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n","post_title":"Bierothek startet Gastro-Vertrieb","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"bierothek-startet-gastro-vertrieb","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:29:06","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:29:06","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43942","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Die Bierothek erweitert ab sofort ihren B2B-Vertrieb um den Bereich Gastronomie. Kunden sollen deutschlandweit mit Bierspezialit\u00e4ten und der notwendigen Fachberatung versorgt werden. Hierzu hat der Bierh\u00e4ndler, an dem Warsteiner seit Herbst beteiligt ist (wir berichteten<\/a>), die neu geschaffene Position Vertriebsleiter Gastrokonzepte mit dem fr\u00fcheren Drinkport-Manager Torsten Sp\u00f6rl besetzt. Sp\u00f6rl war sechs Jahre bei der Radeberger-Tochter Drinkport f\u00fcr den Bereich Craftbier zust\u00e4ndig, bevor er sich als Businesscoach f\u00fcr Bier selbstst\u00e4ndig machte.<\/p>\n\n\n\n

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Torsten Sp\u00f6rl, Vertriebsleiter Gastrokonzepte (Foto: Bierothek)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

\u201eWir wollen den Gastronomen nicht nur eine breite Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren bieten, sondern auch durch gezielte Unterst\u00fctzung in den Bereichen Kalkulation, Verkostungen und Men\u00fc-Begleitung Mehrwert schaffen\u201c, sagt Bierothek-Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Klemenz. Neben deutschen und internationalen Craftbieren sowie fr\u00e4nkischen Handwerksbieren sollen auch die Eigenmarken der Bierothek eine besondere Rolle spielen. So stehe die Weizenbiermarke Weisse Taube im Eigenmarken-Portfolio f\u00fcr die Kategorie \u201eTraditional\u201c, die Eigenmarke St. Erhard f\u00fcr Biere aus der Kategorie \u201eModern Bavarian\u201c und die Marke Hanscraft f\u00fcr die die Kategorie \u201eCraft\u201c, erkl\u00e4rt Klemenz.<\/p>\n\n\n\n

Der Ordersatz Gastrokonzepte soll in den n\u00e4chsten Wochen bis Mitte April auf rund 80 Artikel anwachsen. Fr\u00e4nkische und bayerische Biere seien bereits ab sofort f\u00fcr Gastronomen bundesweit beziehbar, internationale Spezialit\u00e4tensollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Klemenz ist davon \u00fcberzeugt, dass diese Erweiterung des Gastronomiebereichs nicht nur die Zusammenarbeit mit Gastronomen intensivieren wird, sondern auch dazu beitragen wird, dass Bierspezialit\u00e4ten einem noch breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n","post_title":"Bierothek startet Gastro-Vertrieb","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"bierothek-startet-gastro-vertrieb","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:29:06","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:29:06","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43942","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Aus einer Flasche lassen sich bis zu acht Drinks herstellen. Die Neuheit wird ab sofort \u00fcber ausgew\u00e4hlte LEHs, den Getr\u00e4nkefachhandel und die Gastronomie vertrieben. Als Preis f\u00fcr die 0,7-Liter-Flasche gibt Mack & Sch\u00fchle eine UVP von 22,99 Euro an.<\/p>\n","post_title":"Barklassiker fertig gemixt","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"barklassiker-fertig-gemixt","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:25:09","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:25:09","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43944","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43942,"post_author":"3","post_date":"2024-03-20 10:23:56","post_date_gmt":"2024-03-20 09:23:56","post_content":"\n

Die Bierothek erweitert ab sofort ihren B2B-Vertrieb um den Bereich Gastronomie. Kunden sollen deutschlandweit mit Bierspezialit\u00e4ten und der notwendigen Fachberatung versorgt werden. Hierzu hat der Bierh\u00e4ndler, an dem Warsteiner seit Herbst beteiligt ist (wir berichteten<\/a>), die neu geschaffene Position Vertriebsleiter Gastrokonzepte mit dem fr\u00fcheren Drinkport-Manager Torsten Sp\u00f6rl besetzt. Sp\u00f6rl war sechs Jahre bei der Radeberger-Tochter Drinkport f\u00fcr den Bereich Craftbier zust\u00e4ndig, bevor er sich als Businesscoach f\u00fcr Bier selbstst\u00e4ndig machte.<\/p>\n\n\n\n

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Torsten Sp\u00f6rl, Vertriebsleiter Gastrokonzepte (Foto: Bierothek)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

\u201eWir wollen den Gastronomen nicht nur eine breite Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren bieten, sondern auch durch gezielte Unterst\u00fctzung in den Bereichen Kalkulation, Verkostungen und Men\u00fc-Begleitung Mehrwert schaffen\u201c, sagt Bierothek-Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Klemenz. Neben deutschen und internationalen Craftbieren sowie fr\u00e4nkischen Handwerksbieren sollen auch die Eigenmarken der Bierothek eine besondere Rolle spielen. So stehe die Weizenbiermarke Weisse Taube im Eigenmarken-Portfolio f\u00fcr die Kategorie \u201eTraditional\u201c, die Eigenmarke St. Erhard f\u00fcr Biere aus der Kategorie \u201eModern Bavarian\u201c und die Marke Hanscraft f\u00fcr die die Kategorie \u201eCraft\u201c, erkl\u00e4rt Klemenz.<\/p>\n\n\n\n

Der Ordersatz Gastrokonzepte soll in den n\u00e4chsten Wochen bis Mitte April auf rund 80 Artikel anwachsen. Fr\u00e4nkische und bayerische Biere seien bereits ab sofort f\u00fcr Gastronomen bundesweit beziehbar, internationale Spezialit\u00e4tensollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Klemenz ist davon \u00fcberzeugt, dass diese Erweiterung des Gastronomiebereichs nicht nur die Zusammenarbeit mit Gastronomen intensivieren wird, sondern auch dazu beitragen wird, dass Bierspezialit\u00e4ten einem noch breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n","post_title":"Bierothek startet Gastro-Vertrieb","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"bierothek-startet-gastro-vertrieb","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:29:06","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:29:06","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43942","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Mack & Sch\u00fchle bringt unter dem Label \u201eConte Camillo\u201c einen hochwertigen fertig gemixten Negroni auf den deutschen Markt. Die dazu verwendeten Spirituosen \u2013 Gin, Wermut und Bitter \u2013 stammen aus der familiengef\u00fchrten Bergdestillerie La Vald\u00f4taine im Aostatal. Die auff\u00e4llige rote Flasche soll an die Farbe und samtige Textur des Barklassikers erinnern.<\/p>\n\n\n\n

Aus einer Flasche lassen sich bis zu acht Drinks herstellen. Die Neuheit wird ab sofort \u00fcber ausgew\u00e4hlte LEHs, den Getr\u00e4nkefachhandel und die Gastronomie vertrieben. Als Preis f\u00fcr die 0,7-Liter-Flasche gibt Mack & Sch\u00fchle eine UVP von 22,99 Euro an.<\/p>\n","post_title":"Barklassiker fertig gemixt","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"barklassiker-fertig-gemixt","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:25:09","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:25:09","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43944","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43942,"post_author":"3","post_date":"2024-03-20 10:23:56","post_date_gmt":"2024-03-20 09:23:56","post_content":"\n

Die Bierothek erweitert ab sofort ihren B2B-Vertrieb um den Bereich Gastronomie. Kunden sollen deutschlandweit mit Bierspezialit\u00e4ten und der notwendigen Fachberatung versorgt werden. Hierzu hat der Bierh\u00e4ndler, an dem Warsteiner seit Herbst beteiligt ist (wir berichteten<\/a>), die neu geschaffene Position Vertriebsleiter Gastrokonzepte mit dem fr\u00fcheren Drinkport-Manager Torsten Sp\u00f6rl besetzt. Sp\u00f6rl war sechs Jahre bei der Radeberger-Tochter Drinkport f\u00fcr den Bereich Craftbier zust\u00e4ndig, bevor er sich als Businesscoach f\u00fcr Bier selbstst\u00e4ndig machte.<\/p>\n\n\n\n

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Torsten Sp\u00f6rl, Vertriebsleiter Gastrokonzepte (Foto: Bierothek)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

\u201eWir wollen den Gastronomen nicht nur eine breite Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren bieten, sondern auch durch gezielte Unterst\u00fctzung in den Bereichen Kalkulation, Verkostungen und Men\u00fc-Begleitung Mehrwert schaffen\u201c, sagt Bierothek-Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Klemenz. Neben deutschen und internationalen Craftbieren sowie fr\u00e4nkischen Handwerksbieren sollen auch die Eigenmarken der Bierothek eine besondere Rolle spielen. So stehe die Weizenbiermarke Weisse Taube im Eigenmarken-Portfolio f\u00fcr die Kategorie \u201eTraditional\u201c, die Eigenmarke St. Erhard f\u00fcr Biere aus der Kategorie \u201eModern Bavarian\u201c und die Marke Hanscraft f\u00fcr die die Kategorie \u201eCraft\u201c, erkl\u00e4rt Klemenz.<\/p>\n\n\n\n

Der Ordersatz Gastrokonzepte soll in den n\u00e4chsten Wochen bis Mitte April auf rund 80 Artikel anwachsen. Fr\u00e4nkische und bayerische Biere seien bereits ab sofort f\u00fcr Gastronomen bundesweit beziehbar, internationale Spezialit\u00e4tensollen in den n\u00e4chsten Wochen folgen. Klemenz ist davon \u00fcberzeugt, dass diese Erweiterung des Gastronomiebereichs nicht nur die Zusammenarbeit mit Gastronomen intensivieren wird, sondern auch dazu beitragen wird, dass Bierspezialit\u00e4ten einem noch breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n","post_title":"Bierothek startet Gastro-Vertrieb","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"bierothek-startet-gastro-vertrieb","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 10:29:06","post_modified_gmt":"2024-03-20 09:29:06","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43942","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Ger\u00e4uschlos und grundsolide \u2013 so arbeitete Carlsberg Deutschland seit seinem Markteintritt 2004 und hat damit in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der nationalen Brauwirtschaft keine B\u00e4ume ausgerissen, aber durchaus respektablen Markterfolg eingefahren. Die D\u00e4nen haben sich nie mit Experimenten auf dem ihnen lange unbekannten Biermarkt Deutschlands hervorgetan, stattdessen mit einer klaren, regionalen Fokussierung auf den Norden und den Osten verdiente Marktanteile gewonnen. Der im nationalen Handel einst willensstarke Holsten-Ritter hat das Schwert zur Seite gelegt und der L\u00fcbzer Leuchtturm wirft sein Licht kaum \u00fcber die \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder hinaus. <\/p>\n\n\n\n

Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Ger\u00e4uschlos und grundsolide \u2013 so arbeitete Carlsberg Deutschland seit seinem Markteintritt 2004 und hat damit in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der nationalen Brauwirtschaft keine B\u00e4ume ausgerissen, aber durchaus respektablen Markterfolg eingefahren. Die D\u00e4nen haben sich nie mit Experimenten auf dem ihnen lange unbekannten Biermarkt Deutschlands hervorgetan, stattdessen mit einer klaren, regionalen Fokussierung auf den Norden und den Osten verdiente Marktanteile gewonnen. Der im nationalen Handel einst willensstarke Holsten-Ritter hat das Schwert zur Seite gelegt und der L\u00fcbzer Leuchtturm wirft sein Licht kaum \u00fcber die \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder hinaus. <\/p>\n\n\n\n

Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Ger\u00e4uschlos und grundsolide \u2013 so arbeitete Carlsberg Deutschland seit seinem Markteintritt 2004 und hat damit in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der nationalen Brauwirtschaft keine B\u00e4ume ausgerissen, aber durchaus respektablen Markterfolg eingefahren. Die D\u00e4nen haben sich nie mit Experimenten auf dem ihnen lange unbekannten Biermarkt Deutschlands hervorgetan, stattdessen mit einer klaren, regionalen Fokussierung auf den Norden und den Osten verdiente Marktanteile gewonnen. Der im nationalen Handel einst willensstarke Holsten-Ritter hat das Schwert zur Seite gelegt und der L\u00fcbzer Leuchtturm wirft sein Licht kaum \u00fcber die \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder hinaus. <\/p>\n\n\n\n

Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
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Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Heute ist jeder Standort auf eine gute Hektoliter-Million zugeschnitten \u2013 nach oben und unten ist man zwischenzeitlich zur Flexibilit\u00e4t gezwungen. Die Marken Holsten, L\u00fcbzer, Wernesgr\u00fcner sowie Astra und Duckstein haben sich weniger durch Innovationskraft und organisches Wachstum hervorgetan. Jedenfalls hat Carlsberg Deutschland seinen Heimatmarkt so gut es ging bearbeitet und damit die in Kopenhagen erwartete Rendite abgeliefert. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Ger\u00e4uschlos und grundsolide \u2013 so arbeitete Carlsberg Deutschland seit seinem Markteintritt 2004 und hat damit in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der nationalen Brauwirtschaft keine B\u00e4ume ausgerissen, aber durchaus respektablen Markterfolg eingefahren. Die D\u00e4nen haben sich nie mit Experimenten auf dem ihnen lange unbekannten Biermarkt Deutschlands hervorgetan, stattdessen mit einer klaren, regionalen Fokussierung auf den Norden und den Osten verdiente Marktanteile gewonnen. Der im nationalen Handel einst willensstarke Holsten-Ritter hat das Schwert zur Seite gelegt und der L\u00fcbzer Leuchtturm wirft sein Licht kaum \u00fcber die \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder hinaus. <\/p>\n\n\n\n

Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Zeitenwende in der Brauwirtschaft: Was die Holsten AG zur Jahrtausendwende noch als alleinigen Jahresaussto\u00df am Hamburger Stammsitz bilanzieren konnte, bedarf heute immerhin dreier Brauereien. Die d\u00e4nische Carlsberg Gruppe hat in den zur\u00fcckliegenden 20 Jahren drei Braust\u00e4tten, neben Hamburg auch in L\u00fcbz (Mecklenburg-Vorpommern) und in Wernesgr\u00fcn (Sachsen), neu gebaut, aufgep\u00e4ppelt oder eben zugekauft. <\/p>\n\n\n\n

Heute ist jeder Standort auf eine gute Hektoliter-Million zugeschnitten \u2013 nach oben und unten ist man zwischenzeitlich zur Flexibilit\u00e4t gezwungen. Die Marken Holsten, L\u00fcbzer, Wernesgr\u00fcner sowie Astra und Duckstein haben sich weniger durch Innovationskraft und organisches Wachstum hervorgetan. Jedenfalls hat Carlsberg Deutschland seinen Heimatmarkt so gut es ging bearbeitet und damit die in Kopenhagen erwartete Rendite abgeliefert. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n\n\n\n

\"Grafik:<\/figure>\n\n\n\n
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Ger\u00e4uschlos und grundsolide \u2013 so arbeitete Carlsberg Deutschland seit seinem Markteintritt 2004 und hat damit in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der nationalen Brauwirtschaft keine B\u00e4ume ausgerissen, aber durchaus respektablen Markterfolg eingefahren. Die D\u00e4nen haben sich nie mit Experimenten auf dem ihnen lange unbekannten Biermarkt Deutschlands hervorgetan, stattdessen mit einer klaren, regionalen Fokussierung auf den Norden und den Osten verdiente Marktanteile gewonnen. Der im nationalen Handel einst willensstarke Holsten-Ritter hat das Schwert zur Seite gelegt und der L\u00fcbzer Leuchtturm wirft sein Licht kaum \u00fcber die \u00f6stlichen Bundesl\u00e4nder hinaus. <\/p>\n\n\n\n

Die Markenst\u00e4rke der Produkte und die vertriebliche Kraft, das bescheinigen Key-Accounts und Handel unisono, sind durchschnittlich ausgepr\u00e4gt \u2013 auf die Hamburger ist Verlass. Alles deutet auf eine ruhige Marktbearbeitung mit Augenma\u00df hin, man wehrt sich gegen den Wettbewerb so gut man kann. Manchmal auch mit Aktionspreisen. Aufregung sieht anders aus. Doch vielleicht liegt in der Ruhe die sprichw\u00f6rtliche Kraft der D\u00e4nen, um dem Deutschlandgesch\u00e4ft von Carlsberg zu einem hohen Ma\u00df an Kontinuit\u00e4t zu verhelfen. <\/p>\n\n\n\n

Drei Standorte mit je einer Million Hektoliter<\/h2>\n\n\n\n

Im j\u00fcngst vorgelegten Jahresbericht spricht Carlsberg A\/S seiner deutschen Dependance einen Marktanteil im Nordosten von 10 Prozent zu \u2013 im Vergleich zu den \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen Kennziffern h\u00e4lt das Deutschlandgesch\u00e4ft damit in der Bilanz unver\u00e4ndert die rote Laterne. Im Wettbewerb sieht man sich dennoch selbstbewusst als Nummer drei im nord\u00f6stlichen Regionalmarkt verankert. Der leise Vergleich verschafft dennoch Klarheit: Mit einem Aussto\u00df von rund drei Millionen Hektolitern reicht das Deutschlandgesch\u00e4ft nicht einmal an die ebenfalls regionale Kulmbacher-Gruppe oder die Brauerei Veltins heran, die die gleiche Menge allein am Stammsitz produziert. <\/p>\n\n\n\n

Keine Frage, der ehemalige Vorzeigestandort der einst hanseatisch-stolzen Holsten AG ist nicht nur geschrumpft, sondern nach dem Umzug nach\u00a0Hamburg-Hausbruch zu einem Spielball auf dem Hamburger Immobilienmarkt verkommen. Nicht zum Nachteil von Carlsberg Deutschland, f\u00fcr die das Gel\u00e4nde in Altona nicht nur antiquiert, sondern auch viel zu gro\u00df geworden war. Der Umzug und Neuanfang war notwendig.<\/p>\n\n\n\n

Schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut<\/h2>\n\n\n\n

Der d\u00e4nische Bierkonzern Carlsberg war in der R\u00fcckschau schon immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Eitelkeiten waren den D\u00e4nen aus der Kopenhagener Zentrale fremd \u2013 freilich eine gute Basis f\u00fcr solide Gesch\u00e4fte. Die k\u00fchlen Rechner hatten 2004 kurzerhand die nach der Einwegbepfandung in Schieflage geratene Holsten Gruppe, seinerzeit der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Brauer, f\u00fcr insgesamt 1,065 Milliarden Euro \u00fcbernommen und die Marken K\u00f6nig Pilsener und Licher gleich an die Bitburger Gruppe weiterverkauft. Und auch beim Immobiliendeal des traditionsreichen Holsten-Gel\u00e4ndes mit seinen 86.000 Quadratmetern sollte die Braugruppe 2019 nach dem Wegzug mal so richtig Kasse machen. 65 Millionen Euro, wom\u00f6glich auch etwas mehr, so kolportierten Hamburger Lokalpolitiker, seien mit dem Versilbern des Filetgrundst\u00fccks im Herzen der Hansestadt problemlos erl\u00f6st worden. <\/p>\n\n\n\n

Im Vergleich dazu bedurfte die Neubau-Option f\u00fcr das deutsche Management selbst in der Kopenhagener Zentrale \u00fcberschaubarer \u00dcberzeugungskraft. Denn der neue Standort in Hausbruch auf einem 69.000 Quadratmeter gro\u00dfen Erbbaugrundst\u00fcck der Stadt Hamburg erforderte Investitionen in H\u00f6he von rund 100 Millionen Euro. Kein schlechter Immobiliendeal, um eine topmoderne Braust\u00e4tte mit einer logistisch deutlich besseren Anbindung aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man bedenkt, dass die Modernisierung ganzer Anlagenteile ohnehin zweistellige Millionensummen erfordert h\u00e4tten, war der Neuanfang sogar anzuraten. Mehr noch: Im Sinne der Effizienz gingen 70 von 450 Arbeitspl\u00e4tzen mit dem Umzug verloren. Die Personalkosten sollten dauerhaft gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Durch Immobilienverkauf mitfinanziert<\/h2>\n\n\n\n

Nur zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich war es soweit: Die Traditionsbrauerei Holsten er\u00f6ffnete 2019 ihren neuen Standort in Hausbruch und f\u00fchrte dort die 140 Jahre w\u00e4hrende Geschichte in der Hansestadt fort. Seit 1879 hatte die Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona ihr Zuhause gehabt, zum Start im S\u00fcden der Stadt er\u00f6ffnete der Erste B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher gemeinsam mit Sebastian Holtz, damaliger CEO von Carlsberg Deutschland, sowie Michael Hinrichs, fr\u00fcherer Repr\u00e4sentant der Carlsberg Group, die neue Anlage. <\/p>\n\n\n\n

Alles neu und blitzblank sauber \u2013 wie es sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Brauerei geh\u00f6rt. Seither kann sich Hamburg im gruppenweiten Benchmarking der Carlsberg-Standorte sehenlassen. Die neue Braust\u00e4tte erm\u00f6glicht heute die Produktion von rund einer Million Hektoliter. Die Kapazit\u00e4t der beiden Abf\u00fcllanlagen liegt pro Stunde bei 60.000 Flaschen und weiteren 180 F\u00e4ssern. Das sollte f\u00fcr die l\u00e4ngst auf die Region zur\u00fcckgedampften Markterwartungen ausreichen.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland-Gesch\u00e4ft bleibt kleine Nummer<\/h2>\n\n\n\n

Die d\u00e4nische Braugruppe, die f\u00fcr 2023 allein in Westeuropa einen Aussto\u00df von 43,4 Millionen Hektoliter (-2,3 %) vermeldet, verkaufte davon gerade mal knappe drei Millionen Hektoliter im deutschen Markt. Angesichts des im internationalen Vergleich \u00fcberschaubaren Marktvolumens stehen die deutschen Marken Holsten, L\u00fcbzer und Wernesgr\u00fcner, dazu noch die Rebell-Marke Astra und die Spezialit\u00e4t Duckstein, im Schatten ihrer gro\u00dfen Schwestern, die unter so ber\u00fchmten Markenflaggen wie Carlsberg, Tuborg, Feldschl\u00f6sschen oder Grimbergen veritable Ertr\u00e4ge f\u00fcr die d\u00e4nische Mutter einfahren. <\/p>\n\n\n\n

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Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das unaufgeregte Marktengagement in der Hamburger Zentrale auch etwas mit der Randposition im westeurop\u00e4ischen Markt zu tun hat. Immerhin verkauft das L\u00e4ndertrio Deutschland, Polen und Gro\u00dfbritannien nach Unternehmensangaben 40 Prozent der Menge innerhalb des Gruppenengagements in Westeuropa. Niemand geht in Kopenhagen dieser Tage noch ernsthaft davon aus, dass es dem deutschen Ableger auf absehbare Zeit gelingen kann, im tendenziell schrumpfenden Markt Deutschland noch Menge gutzumachen. Die Strategie: Halten statt wachsen. Mit der begrenzten Markenkraft des Portfolios sind Wachstumsfantasien kaum m\u00f6glich, die j\u00fcngste Standorterg\u00e4nzung in Wernesgr\u00fcn erwies sich hingegen von Beginn an als richtig und brachte inzwischen einen Achtungserfolg.<\/p>\n\n\n\n

Carlsberg kauft von Bitburger<\/h2>\n\n\n\n

Als Bitburger w\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres die Wernesgr\u00fcner Brauerei verkaufen wollte, war Carlsberg nicht weit, um beim Eifeler Traditionsbrauer zuzugreifen. Was die Premium-Brauer \u00fcber Jahre hinweg nicht hinbekommen hatten, sollte Carlsberg innerhalb von zwei Jahren mit viel Marktgeschick gelingen. Die neuen Eigent\u00fcmer brachten der Wernesgr\u00fcner Brauerei im Vogtland endlich Menge zur\u00fcck. Au\u00dfer zahlreichen Versprechungen hatte die Bitburger-F\u00fchrung bis dahin nicht viel vorzuweisen gehabt. Die einst stattliche Ostmarke, die zu DDR-Zeiten als Goldstaub galt, war eher stiefm\u00fctterlich behandelt worden. <\/p>\n\n\n\n

Oetkers Marken Ur-Kostritzer, Freiberger und nat\u00fcrlich Radeberger hatten es leicht \u2013 sie machten im s\u00e4chsischen Heimatmarkt das Rennen. Der Carlsberg-Vertrieb, der nie ein Freund von ausgepr\u00e4gter Hochpreisigkeit war, nahm das Markenschicksal von Wernesgr\u00fcner sicher in seine Hand. Fortan wurde der Aktionspreis nach dem Relaunch der Produktpalette mit erh\u00f6hter Frequenz auf L\u00fcbzer- und Holsten-Niveau deutlich unter die 10-Euro-Marke gesenkt \u2013 und schon kam Bewegung in die Abs\u00e4tze. Unter der \u00c4gide von Carlsberg lebte die Marke wieder auf. Und der Standort erhielt zus\u00e4tzliche Auslastung, weil die weiteren Carlsberg-Mengen vom beauftragten Braupartner Feldschl\u00f6sschen in Dresden kurzerhand in den neuen, eigenen Standort abgezogen werden konnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n

\"Tabelle:<\/figure>\n\n\n\n
<\/div>\n\n\n\n

Um die Wirtschaftlichkeit der Wernesgr\u00fcner Brauerei brauchte man sich keine Gedanken zu machen, denn zu Bitburger-Zeiten hatte es zumindest nicht an technischen Investitionen gefehlt. \u201eDamit bauen wir unsere f\u00fchrende Position in den Kernregionen Nord- und Ostdeutschland nachhaltig aus und schaffen dort mit den drei Brauerei-Standorten Hamburg, L\u00fcbz und Wernesgr\u00fcn fl\u00e4chendeckend eine Heimat f\u00fcr alle Kernmarken\u201c, betonte Sebastian Holtz, der f\u00fcr die Branche \u00fcberraschend alsbald von Bord ging. <\/p>\n\n\n\n

Dass es der damalige Deutschland-Chef von Carlsberg war, der erst seinen Arbeitgeber zum Kauf der Wernesgr\u00fcner Brauerei veranlasste, um nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Verk\u00e4ufer derselben zu wechseln, hatte in der Kopenhagener Zentrale Fragezeichen hinterlassen. Erst nach einer Abk\u00fchlzeit von zehn Monaten setzte sich Holtz dann auf den Bitburger-Chefsessel. Manchmal nehmen Akquisitionsbem\u00fchungen in der Brauwirtschaft in der Langzeitbetrachtung dann doch kuriose Z\u00fcge an: W\u00e4hrend Carlsberg noch 2011 die Dresdener Feldschl\u00f6sschen Brauerei mangels Interesse verkauft hatte, war sie nun mit einem kostspieligen Invest nur 140 Kilometer weiter nach Sachsen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n\n\n\n

Strukturen von Anfang an mutig ges\u00e4ubert<\/h2>\n\n\n\n

Heute ist Carlsberg Deutschland sauber aufgestellt. Was sicher auch dem ehemaligen Carlsberg-Chef Nils S. Andersen zu verdanken ist. Der war einst als Statthalter f\u00fcr Carlsbergs deutsche Hannen-Tuborg-Dependance in M\u00f6nchengladbach zust\u00e4ndig und danach auf den Chefsessel des Kopenhagener Konzerns gehoben worden. Andersen hatte seiner Kopenhagener Zentrale 2004 den Zugang zum deutschen Biergesch\u00e4ft erst m\u00f6glich gemacht und den Big-Player Holsten akquiriert. Die heutige Biermarktlegende Wolfgang Burgard, bis dahin an der Spitze der bereits gewaltig geschrumpften Hannen-Tuborg-Zentrale, l\u00f6ste unmittelbar nach der \u00dcbernahme bei Holsten Andreas Rost ab. <\/p>\n\n\n\n

Dann wurde kr\u00e4ftig Hamburger Vorstandsstatus und angeh\u00e4ngter Standort-Ballast \u00fcber Bord geworfen. Die Brauerei M\u00f6nchengladbach ging an Oettinger und auch in Braunschweig und Dresden wurden die Braust\u00e4tten verkauft. Zuletzt bediente sich Bolten-Chef Michael Hollmann bei Carlsberg. Die D\u00e4nen wollten 2022 die Altbier-Marken loswerden \u2013 Hollmann stand bereit. Gatz und Hannen waren lange Jahre bei der K\u00f6nigshof-Brauerei in Krefeld abgef\u00fcllt worden und machten f\u00fcr Carlsberg ohnehin vertrieblich keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n

Fazit \u2013 D\u00e4nen b\u00fcndeln ihre Kraft <\/h2>\n\n\n\n

Keine Frage, der deutsche Biermarkt geh\u00f6rt zu den schwierigsten der Welt. Wenn die Kopenhagener Carlsberg-Zentrale neben ihren 150 anderen M\u00e4rkten dem Deutschlandgesch\u00e4ft dennoch die Stange h\u00e4lt, hat das alles andere als mit Eitelkeiten zu tun. Von der Hamburger Zentrale wird seit genau zwei Jahrzehnten ein unauff\u00e4lliges Gesch\u00e4ft betrieben \u2013 verl\u00e4ssliche Rendite inklusive. Dort residiert im Zeichen des altehrw\u00fcrdigen Holsten-Ritters nun wirklich kein auff\u00e4lliger oder gar bejubelter Innovationstreiber des deutschen Biermarktes. Auch nicht, wenn dort zwischendurch mal eine bio-basierte Bierflasche aus Papier vorgestellt wurde. Solche Effekthascherei vom Traum einer besseren Welt war den D\u00e4nen bis dahin fremd. <\/p>\n\n\n\n

Deutlich wird, dass die Carlsberg-Kraft aus den regionalen Marken wie L\u00fcbzer oder Wernesgr\u00fcner kommt und diese eine unver\u00e4ndert solide Marktreputation besitzen. Und auch das immer junge, gern auch laute Astra sowie das traditionsreiche Holsten Edel erfreuen sich der verdienten Wertsch\u00e4tzung ihrer vornehmlich Hamburger Verwender. Als nach der Jahrtausendwende nach Inbev und Heineken mit Carlsberg der dritte internationale Brauer nach Deutschland kam, um sein Gl\u00fcck zu versuchen, mussten auch die D\u00e4nen erkennen, dass sich ein regionaler Markt der deutschen Brauwirtschaft nicht aus den Angeln heben l\u00e4sst. Ganz im Gegenteil. Carlsberg hat fr\u00fch gelernt, Regionalit\u00e4t zu pflegen und sich mit der Wertsch\u00e4tzung der Verbraucher Marktverankerung zu sichern.<\/p>\n","post_title":"Carlsberg: 20 Jahre unaufgeregt in Deutschland","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"carlsberg-20-jahre-unaufgeregt-in-deutschland","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-20 16:08:39","post_modified_gmt":"2024-08-20 14:08:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43921","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43952,"post_author":"2","post_date":"2024-03-20 11:17:14","post_date_gmt":"2024-03-20 10:17:14","post_content":"\n

Nur 13 Prozent der Konsumenten, die sich einen \u201eDry January\u201c fest vorgenommen haben, halten an ihrem guten Vorsatz fest; der Rest greift im Laufe des Monats wieder zu alkoholischen Getr\u00e4nken. Das geht aus einer Verbraucherstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut GCA by NIQ, eine Nielsen-Tochter, die Gastronomie-Daten erhebt, zum alkoholfreien Januar unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig best\u00e4tige die Untersuchung aber die wachsende Akzeptanz alkoholfreier Alternativen und den nachhaltigen Einfluss solcher Initiativen auf das Verbraucherverhalten, hei\u00dft es. Konkret wollen nach dem Dry January 53 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum wieder aufnehmen, aber achtsamer als zuvor damit umgehen. Mehr als ein Drittel m\u00f6chte auch weiterhin ganz auf Alkohol verzichten. Nur 11 Prozent kehrten laut der Studie zu ihrem normalen Alkoholkonsum zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Wasser und Softdrinks st\u00e4rker nachgefragt<\/h3>\n\n\n\n

Bei der Getr\u00e4nkewahl waren laut GCA die Verbraucher dieses Jahr experimentierfreudig. Konsumiert wurden verschiedene, auch neuere, alkoholfreie Varianten von Wein, Bier oder Spirituosen, die von vielen h\u00e4ufiger oder erstmals beim Ausgehen bestellt wurden. Die bevorzugte Wahl hie\u00df \u201eMocktails\u201c. Rund ein Viertel der Verbraucher probierte sie w\u00e4hrend des Dry January zum ersten Mal, und ein weiteres Viertel trank die gleiche Menge wie sonst. Andere Getr\u00e4nkekategorien hingegen profitierten ebenfalls vom Dry January, denn die Verbraucher tranken mehr Wasser (45 %) und Softgetr\u00e4nke (34 %) als sonst.<\/p>\n\n\n\n

Der Wandel unterstreiche die wachsende Bedeutung eines vielf\u00e4ltigen Angebots an alkoholfreien Getr\u00e4nken in Lokalen, so die Schlussfolgerung der Marktforscher. Die Entwicklung sei eine entscheidende Gelegenheit f\u00fcr Marken, Lieferanten und Betreiber, Innovationen zu entwickeln und die Anforderungen der Verbraucher zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n

\u201eDie Priorisierung und Verbesserung des Angebots an alkoholfreien Optionen kann ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die soziale Anziehungskraft von Vor-Ort-Erlebnissen f\u00fcr abstinente Menschen und jene mit geringem Alkoholkonsum verst\u00e4rken\u201c, unterstreicht Bilal Kaddouri, Client Solutions Director Deutschland von Nielsen IQ.<\/p>\n","post_title":"Ausgehen immer \u00f6fter alkoholfrei","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"ausgehen-immer-oefter-alkoholfrei","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:18:22","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:18:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43952","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Auch der Produktauftritt sei ein eindeutiges Aufbruchssignal hin zum internationalen Markt. Die gr\u00fcne Mehrwegflasche solle f\u00fcr einen impulsstarken Auftritt im Getr\u00e4nkeregal sorgen und stehe zus\u00e4tzlich im visuellen Selbstverst\u00e4ndnis der internationalen Lagerbiere, was auch durch die Flaschengr\u00f6\u00dfe von 0,275 Litern Inhalt deutlich werde. \u201eWir wissen um die Stimmigkeit eines Produkt-Marken-Konzeptes, denn der perfekte Geschmack allein gen\u00fcgt nicht, sondern auch der Auftritt muss die Biertypik unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kuhl. Mit dem neuen Lager gebe die Brauerei ein klares Marken-Statement f\u00fcr die neue Bier-Generation. \u201eMit traditionellem Absender und trendgerechter Pr\u00e4sentation in unseren Hausfarben tr\u00e4gt es die eindeutige Veltins-Marken-DNA\u201c, so Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

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Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Mit dem Launch eines Lagerbiers in der gr\u00fcnen Flasche reagiert die Brauerei Veltins auf die Beliebtheit internationaler Biere in der jungen Zielgruppe. \u201eWeil der Biermarkt im Wandel ist und die Menschen immer probierfreudiger werden, geben wir eine Antwort auf die neuen Geschmacksw\u00fcnsche. Lagerbiere mit internationalem Gebinde-Look und Geschmacksprofil sind bei weltoffenen Verbrauchern l\u00e4ngst auf der \u00dcberholspur\u201c, sagt Dr. Volker Kuhl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marketing\/Vertrieb. Veltins Helles Lager sei mit seinem erfrischenden Charakter und dem mild-s\u00fcffigen Geschmack die Antwort auf diesen Verbraucherwunsch. Die dezente Hopfennote ohne Bittere wirke auf Anhieb differenzierend zum Veltins Pilsener, erkl\u00e4rt Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

Auch der Produktauftritt sei ein eindeutiges Aufbruchssignal hin zum internationalen Markt. Die gr\u00fcne Mehrwegflasche solle f\u00fcr einen impulsstarken Auftritt im Getr\u00e4nkeregal sorgen und stehe zus\u00e4tzlich im visuellen Selbstverst\u00e4ndnis der internationalen Lagerbiere, was auch durch die Flaschengr\u00f6\u00dfe von 0,275 Litern Inhalt deutlich werde. \u201eWir wissen um die Stimmigkeit eines Produkt-Marken-Konzeptes, denn der perfekte Geschmack allein gen\u00fcgt nicht, sondern auch der Auftritt muss die Biertypik unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kuhl. Mit dem neuen Lager gebe die Brauerei ein klares Marken-Statement f\u00fcr die neue Bier-Generation. \u201eMit traditionellem Absender und trendgerechter Pr\u00e4sentation in unseren Hausfarben tr\u00e4gt es die eindeutige Veltins-Marken-DNA\u201c, so Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

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Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Wer eine Box kauft, kann zudem eine Reise auf die Insel R\u00fcgen mit vier \u00dcbernachtungen in einem Vier-Sterne-Hotel inklusive Brauereif\u00fchrung und Tasting gewinnen.<\/p>\n","post_title":"Limitierte Edition zur EM","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"limitierte-edition-zur-em","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 14:28:29","post_modified_gmt":"2024-03-20 13:28:29","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43958","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43932,"post_author":"3","post_date":"2024-03-20 11:56:41","post_date_gmt":"2024-03-20 10:56:41","post_content":"\n

Mit dem Launch eines Lagerbiers in der gr\u00fcnen Flasche reagiert die Brauerei Veltins auf die Beliebtheit internationaler Biere in der jungen Zielgruppe. \u201eWeil der Biermarkt im Wandel ist und die Menschen immer probierfreudiger werden, geben wir eine Antwort auf die neuen Geschmacksw\u00fcnsche. Lagerbiere mit internationalem Gebinde-Look und Geschmacksprofil sind bei weltoffenen Verbrauchern l\u00e4ngst auf der \u00dcberholspur\u201c, sagt Dr. Volker Kuhl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marketing\/Vertrieb. Veltins Helles Lager sei mit seinem erfrischenden Charakter und dem mild-s\u00fcffigen Geschmack die Antwort auf diesen Verbraucherwunsch. Die dezente Hopfennote ohne Bittere wirke auf Anhieb differenzierend zum Veltins Pilsener, erkl\u00e4rt Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

Auch der Produktauftritt sei ein eindeutiges Aufbruchssignal hin zum internationalen Markt. Die gr\u00fcne Mehrwegflasche solle f\u00fcr einen impulsstarken Auftritt im Getr\u00e4nkeregal sorgen und stehe zus\u00e4tzlich im visuellen Selbstverst\u00e4ndnis der internationalen Lagerbiere, was auch durch die Flaschengr\u00f6\u00dfe von 0,275 Litern Inhalt deutlich werde. \u201eWir wissen um die Stimmigkeit eines Produkt-Marken-Konzeptes, denn der perfekte Geschmack allein gen\u00fcgt nicht, sondern auch der Auftritt muss die Biertypik unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kuhl. Mit dem neuen Lager gebe die Brauerei ein klares Marken-Statement f\u00fcr die neue Bier-Generation. \u201eMit traditionellem Absender und trendgerechter Pr\u00e4sentation in unseren Hausfarben tr\u00e4gt es die eindeutige Veltins-Marken-DNA\u201c, so Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

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Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Die eigens gebrauten Sorten kommen in zwei unterschiedlich best\u00fcckten \u201eEuropean Champion Boxen\u201c \u2013 als Gruppen A und B \u2013 auf den Markt. Jede Kiste enth\u00e4lt f\u00fcnf Biere von Austrian M\u00e4rzen, \u00fcber Spanish Lemon bis Dutch Wit sowie Bierdeckel und ein Sommelierglas. Alle Biere wurden nach traditioneller Methode in Flaschenreifung erzeugt.<\/p>\n\n\n\n

Wer eine Box kauft, kann zudem eine Reise auf die Insel R\u00fcgen mit vier \u00dcbernachtungen in einem Vier-Sterne-Hotel inklusive Brauereif\u00fchrung und Tasting gewinnen.<\/p>\n","post_title":"Limitierte Edition zur EM","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"limitierte-edition-zur-em","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 14:28:29","post_modified_gmt":"2024-03-20 13:28:29","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43958","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43932,"post_author":"3","post_date":"2024-03-20 11:56:41","post_date_gmt":"2024-03-20 10:56:41","post_content":"\n

Mit dem Launch eines Lagerbiers in der gr\u00fcnen Flasche reagiert die Brauerei Veltins auf die Beliebtheit internationaler Biere in der jungen Zielgruppe. \u201eWeil der Biermarkt im Wandel ist und die Menschen immer probierfreudiger werden, geben wir eine Antwort auf die neuen Geschmacksw\u00fcnsche. Lagerbiere mit internationalem Gebinde-Look und Geschmacksprofil sind bei weltoffenen Verbrauchern l\u00e4ngst auf der \u00dcberholspur\u201c, sagt Dr. Volker Kuhl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marketing\/Vertrieb. Veltins Helles Lager sei mit seinem erfrischenden Charakter und dem mild-s\u00fcffigen Geschmack die Antwort auf diesen Verbraucherwunsch. Die dezente Hopfennote ohne Bittere wirke auf Anhieb differenzierend zum Veltins Pilsener, erkl\u00e4rt Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

Auch der Produktauftritt sei ein eindeutiges Aufbruchssignal hin zum internationalen Markt. Die gr\u00fcne Mehrwegflasche solle f\u00fcr einen impulsstarken Auftritt im Getr\u00e4nkeregal sorgen und stehe zus\u00e4tzlich im visuellen Selbstverst\u00e4ndnis der internationalen Lagerbiere, was auch durch die Flaschengr\u00f6\u00dfe von 0,275 Litern Inhalt deutlich werde. \u201eWir wissen um die Stimmigkeit eines Produkt-Marken-Konzeptes, denn der perfekte Geschmack allein gen\u00fcgt nicht, sondern auch der Auftritt muss die Biertypik unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kuhl. Mit dem neuen Lager gebe die Brauerei ein klares Marken-Statement f\u00fcr die neue Bier-Generation. \u201eMit traditionellem Absender und trendgerechter Pr\u00e4sentation in unseren Hausfarben tr\u00e4gt es die eindeutige Veltins-Marken-DNA\u201c, so Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

\"Foto
Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Die Insel-Brauerei aus R\u00fcgen sucht anl\u00e4sslich der im Juni beginnenden Fu\u00dfball-EM einen eigenen Europameister des Bieres. Unter dem Motto \u201eEuropean Championship of the Beerstyles\u201c l\u00e4sst die Brauerei zehn Nationen mit ihren typischen Bierstilen gegeneinander antreten.<\/p>\n\n\n\n

Die eigens gebrauten Sorten kommen in zwei unterschiedlich best\u00fcckten \u201eEuropean Champion Boxen\u201c \u2013 als Gruppen A und B \u2013 auf den Markt. Jede Kiste enth\u00e4lt f\u00fcnf Biere von Austrian M\u00e4rzen, \u00fcber Spanish Lemon bis Dutch Wit sowie Bierdeckel und ein Sommelierglas. Alle Biere wurden nach traditioneller Methode in Flaschenreifung erzeugt.<\/p>\n\n\n\n

Wer eine Box kauft, kann zudem eine Reise auf die Insel R\u00fcgen mit vier \u00dcbernachtungen in einem Vier-Sterne-Hotel inklusive Brauereif\u00fchrung und Tasting gewinnen.<\/p>\n","post_title":"Limitierte Edition zur EM","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"limitierte-edition-zur-em","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 14:28:29","post_modified_gmt":"2024-03-20 13:28:29","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43958","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":43932,"post_author":"3","post_date":"2024-03-20 11:56:41","post_date_gmt":"2024-03-20 10:56:41","post_content":"\n

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Auch der Produktauftritt sei ein eindeutiges Aufbruchssignal hin zum internationalen Markt. Die gr\u00fcne Mehrwegflasche solle f\u00fcr einen impulsstarken Auftritt im Getr\u00e4nkeregal sorgen und stehe zus\u00e4tzlich im visuellen Selbstverst\u00e4ndnis der internationalen Lagerbiere, was auch durch die Flaschengr\u00f6\u00dfe von 0,275 Litern Inhalt deutlich werde. \u201eWir wissen um die Stimmigkeit eines Produkt-Marken-Konzeptes, denn der perfekte Geschmack allein gen\u00fcgt nicht, sondern auch der Auftritt muss die Biertypik unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kuhl. Mit dem neuen Lager gebe die Brauerei ein klares Marken-Statement f\u00fcr die neue Bier-Generation. \u201eMit traditionellem Absender und trendgerechter Pr\u00e4sentation in unseren Hausfarben tr\u00e4gt es die eindeutige Veltins-Marken-DNA\u201c, so Kuhl.<\/p>\n\n\n\n

\"Foto
Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. (Produktfoto: Veltins)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Veltins Helles Lager wird ausschlie\u00dflich in eine 0,275-Liter-Individual-Mehrwegflasche mit eingebranntem Frontetikett abgef\u00fcllt. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent kommt ab Mai in einem markenindividuellen 24er-Mehrwegkasten und als Six-Pack in den Handel. Die Produkteinf\u00fchrung wird mit einer flankierenden Markenkampagne auf den klassischen Kommunikationskan\u00e4len sowie auf Social Media begleitet. Au\u00dferdem stellt Veltins das Produkt in den Mittelpunkt von Samplings und Gro\u00dfevents. <\/p>\n","post_title":"Veltins bringt Helles Lager","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"veltins-bringt-helles-lager","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 11:56:43","post_modified_gmt":"2024-03-20 10:56:43","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43932","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Eine stilisierte Sanduhr auf dem Etikett symbolisiert die Zeit, die die Breisacher Kellerei ihren Sekten zur Reifung gibt. Die Cuv\u00e9e ist auf 10.700 Flaschen limitiert und wird zun\u00e4chst bei ausgew\u00e4hlten Partnern in der Premium-Gastronomie und im Fachhandel zu haben sein. K\u00fcnftig wird sie auch \u00fcber Ludwig von Kapff, den Online-Kanal der Eggers & Franke-Gruppe, vertrieben. Als Preis gibt der Distributeur eine UVP von 24,99 Euro an.<\/p>\n","post_title":"F\u00fcnf Jahre gereift","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"fuenf-jahre-gereift","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 14:55:29","post_modified_gmt":"2024-03-20 13:55:29","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43962","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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Mit der neuen \u201eGrande R\u00e9serve\u201c rundet Geldermann sein Sortiment nach oben ab. Die f\u00fcnf Jahre auf der Hefe gereifte Cuv\u00e9e aus Chardonnay, Chenin Blanc und wei\u00df gekeltertem Pinot Noir bilde \u201edie Spitze unseres Portfolios an Premium-Sekten\u201c, unterstreicht Kellermeister Marc Gauchey anl\u00e4sslich der Vorstellung der Neuheit. Die Grundweine des Jahrgangs 2017 stammen aus dem Loire-Tal, die Cuv\u00e9e wurde extra brut dosiert.<\/p>\n\n\n\n

Eine stilisierte Sanduhr auf dem Etikett symbolisiert die Zeit, die die Breisacher Kellerei ihren Sekten zur Reifung gibt. Die Cuv\u00e9e ist auf 10.700 Flaschen limitiert und wird zun\u00e4chst bei ausgew\u00e4hlten Partnern in der Premium-Gastronomie und im Fachhandel zu haben sein. K\u00fcnftig wird sie auch \u00fcber Ludwig von Kapff, den Online-Kanal der Eggers & Franke-Gruppe, vertrieben. Als Preis gibt der Distributeur eine UVP von 24,99 Euro an.<\/p>\n","post_title":"F\u00fcnf Jahre gereift","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"fuenf-jahre-gereift","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-03-20 14:55:29","post_modified_gmt":"2024-03-20 13:55:29","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=43962","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};

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