Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Es ist wieder einmal dem Sommerloch geschuldet, dass Schlagzeilen mit der Forderung nach einem Kastenpreis von eben diesen 30 Euro die Runde machen. Die Endverbraucher, die ohnehin schon unter steigenden Kosten leiden, sch\u00fctteln den Kopf und reagieren mit Unverst\u00e4ndnis. Viele fragen sich, ob die bayrischen Brauer in Zeiten der Konsumzur\u00fcckhaltung nicht gerade dabei sind, ein Eigentor zu schie\u00dfen. M\u00f6gen die bayrischen Brauerkollegen ihrem Pr\u00e4sidenten Schneider noch auf die Schulter geklopft haben, f\u00fcr die Endverbraucher und Kunden klingen solche W\u00fcnsche eher nach \u00fcberzogener Preisforderung und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Selbstbedienung. Und das schadet dem Image erheblich. <\/p>\n\n\n\n
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Es ist wieder einmal dem Sommerloch geschuldet, dass Schlagzeilen mit der Forderung nach einem Kastenpreis von eben diesen 30 Euro die Runde machen. Die Endverbraucher, die ohnehin schon unter steigenden Kosten leiden, sch\u00fctteln den Kopf und reagieren mit Unverst\u00e4ndnis. Viele fragen sich, ob die bayrischen Brauer in Zeiten der Konsumzur\u00fcckhaltung nicht gerade dabei sind, ein Eigentor zu schie\u00dfen. M\u00f6gen die bayrischen Brauerkollegen ihrem Pr\u00e4sidenten Schneider noch auf die Schulter geklopft haben, f\u00fcr die Endverbraucher und Kunden klingen solche W\u00fcnsche eher nach \u00fcberzogener Preisforderung und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Selbstbedienung. Und das schadet dem Image erheblich. <\/p>\n\n\n\n
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
In der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c nannte der bayerische Brauerpr\u00e4sident eine Spanne von 25 bis 30 Euro f\u00fcr einen Kasten Bier \u2013 alle anderen Endverbraucherpreise grenzten an K\u00f6rperverletzung, so Schneider. \u201eDas ist eine Watschen f\u00fcr uns und unsere Arbeit.\u201c Die Wirklichkeit ist jedoch eine andere \u2013 auch beim bayrischen Wei\u00dfbier. Ausgerechnet in dieser Woche bietet Aldi Nord den Karlskrone-Sixpack Wei\u00dfbier in der Halbliter-PET-Flasche f\u00fcr 1,99 Euro an. Kurzum: ein Kastenpreis von 6,60 Euro! Netto mit dem schwarzen Hund im Logo kann es noch billiger: Sternburg Export von der Oetker-Tochter, der Radeberger Gruppe gibt es dort f\u00fcr nur 6 Euro \u2013 und damit fast zum halben Normalpreis. Aber wie k\u00f6nnen Anspruch und Wirklichkeit in der Brauwirtschaft so dramatisch auseinanderdriften?<\/p>\n\n\n\n
Es ist wieder einmal dem Sommerloch geschuldet, dass Schlagzeilen mit der Forderung nach einem Kastenpreis von eben diesen 30 Euro die Runde machen. Die Endverbraucher, die ohnehin schon unter steigenden Kosten leiden, sch\u00fctteln den Kopf und reagieren mit Unverst\u00e4ndnis. Viele fragen sich, ob die bayrischen Brauer in Zeiten der Konsumzur\u00fcckhaltung nicht gerade dabei sind, ein Eigentor zu schie\u00dfen. M\u00f6gen die bayrischen Brauerkollegen ihrem Pr\u00e4sidenten Schneider noch auf die Schulter geklopft haben, f\u00fcr die Endverbraucher und Kunden klingen solche W\u00fcnsche eher nach \u00fcberzogener Preisforderung und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Selbstbedienung. Und das schadet dem Image erheblich. <\/p>\n\n\n\n
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
\u201eEine Watschen f\u00fcr uns und unsere Arbeit\u201c<\/h2>\n\n\n\n
In der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c nannte der bayerische Brauerpr\u00e4sident eine Spanne von 25 bis 30 Euro f\u00fcr einen Kasten Bier \u2013 alle anderen Endverbraucherpreise grenzten an K\u00f6rperverletzung, so Schneider. \u201eDas ist eine Watschen f\u00fcr uns und unsere Arbeit.\u201c Die Wirklichkeit ist jedoch eine andere \u2013 auch beim bayrischen Wei\u00dfbier. Ausgerechnet in dieser Woche bietet Aldi Nord den Karlskrone-Sixpack Wei\u00dfbier in der Halbliter-PET-Flasche f\u00fcr 1,99 Euro an. Kurzum: ein Kastenpreis von 6,60 Euro! Netto mit dem schwarzen Hund im Logo kann es noch billiger: Sternburg Export von der Oetker-Tochter, der Radeberger Gruppe gibt es dort f\u00fcr nur 6 Euro \u2013 und damit fast zum halben Normalpreis. Aber wie k\u00f6nnen Anspruch und Wirklichkeit in der Brauwirtschaft so dramatisch auseinanderdriften?<\/p>\n\n\n\n
Es ist wieder einmal dem Sommerloch geschuldet, dass Schlagzeilen mit der Forderung nach einem Kastenpreis von eben diesen 30 Euro die Runde machen. Die Endverbraucher, die ohnehin schon unter steigenden Kosten leiden, sch\u00fctteln den Kopf und reagieren mit Unverst\u00e4ndnis. Viele fragen sich, ob die bayrischen Brauer in Zeiten der Konsumzur\u00fcckhaltung nicht gerade dabei sind, ein Eigentor zu schie\u00dfen. M\u00f6gen die bayrischen Brauerkollegen ihrem Pr\u00e4sidenten Schneider noch auf die Schulter geklopft haben, f\u00fcr die Endverbraucher und Kunden klingen solche W\u00fcnsche eher nach \u00fcberzogener Preisforderung und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Selbstbedienung. Und das schadet dem Image erheblich. <\/p>\n\n\n\n
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};
Wie billig darf ein Bier in Deutschland sein? Die Bierpreise im Handel beginnen bei 6 Euro pro Kasten im Preiseinstiegsbereich und sind bei Premium nach oben offen. Allerdings wissen die Verbraucher: Der Gro\u00dfteil der Premiummarken wird seit zwei Jahrzehnten f\u00fcr etwa 10 Euro pro Kasten verkauft. Kein Wunder also, dass es einen medialen Aufschrei gibt, nachdem Bayerns Brauerpr\u00e4sident Georg Schneider VI. einen wirtschaftlich gerechtfertigten Kastenpreis von 30 Euro f\u00fcr Bier nennt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n
\u201eEine Watschen f\u00fcr uns und unsere Arbeit\u201c<\/h2>\n\n\n\n
In der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c nannte der bayerische Brauerpr\u00e4sident eine Spanne von 25 bis 30 Euro f\u00fcr einen Kasten Bier \u2013 alle anderen Endverbraucherpreise grenzten an K\u00f6rperverletzung, so Schneider. \u201eDas ist eine Watschen f\u00fcr uns und unsere Arbeit.\u201c Die Wirklichkeit ist jedoch eine andere \u2013 auch beim bayrischen Wei\u00dfbier. Ausgerechnet in dieser Woche bietet Aldi Nord den Karlskrone-Sixpack Wei\u00dfbier in der Halbliter-PET-Flasche f\u00fcr 1,99 Euro an. Kurzum: ein Kastenpreis von 6,60 Euro! Netto mit dem schwarzen Hund im Logo kann es noch billiger: Sternburg Export von der Oetker-Tochter, der Radeberger Gruppe gibt es dort f\u00fcr nur 6 Euro \u2013 und damit fast zum halben Normalpreis. Aber wie k\u00f6nnen Anspruch und Wirklichkeit in der Brauwirtschaft so dramatisch auseinanderdriften?<\/p>\n\n\n\n
Es ist wieder einmal dem Sommerloch geschuldet, dass Schlagzeilen mit der Forderung nach einem Kastenpreis von eben diesen 30 Euro die Runde machen. Die Endverbraucher, die ohnehin schon unter steigenden Kosten leiden, sch\u00fctteln den Kopf und reagieren mit Unverst\u00e4ndnis. Viele fragen sich, ob die bayrischen Brauer in Zeiten der Konsumzur\u00fcckhaltung nicht gerade dabei sind, ein Eigentor zu schie\u00dfen. M\u00f6gen die bayrischen Brauerkollegen ihrem Pr\u00e4sidenten Schneider noch auf die Schulter geklopft haben, f\u00fcr die Endverbraucher und Kunden klingen solche W\u00fcnsche eher nach \u00fcberzogener Preisforderung und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Selbstbedienung. Und das schadet dem Image erheblich. <\/p>\n\n\n\n
Das wird Georg Schneider sicherlich nicht beabsichtigt haben, verhindern kann er es aber nicht. Im Sommerloch verselbstst\u00e4ndigen sich solche Schlagzeilen oft und f\u00fchren zu unkontrollierten Diskussionen. Der Deutsche Brauer-Bund verst\u00e4rkte die Sichtweise und warnte in der \u201eWAZ\u201c gar \u201evor einem ruin\u00f6sen Preiskampf\u201c. Dabei ist die Situation im deutschen Biermarkt seit Jahren unver\u00e4ndert \u2013 die Aktionspreise im Handel sind gesetzt. Bewegung? Nicht erkennbar!<\/p>\n\n\n\n
Bier ist beliebt und bleibt Lockvogel\u00a0<\/h2>\n\n\n\n
Selbst Georg Schneider sieht in der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c unl\u00e4ngst wenig Hoffnung auf \u00c4nderung, weil der Wettbewerb im nationalen Biermarkt eben beinhart ist. F\u00fcr empfindliche Reaktionen und Forderungen nach extrem hohen Bierpreisen ist da kein Platz. \u201eSo m\u00fcssen sich Brauer Preisfantasien nach oben abschminken\u201c, hatte Schneider auch erkl\u00e4rt. Doch diese Zeile ist in der Diskussion hinten runtergefallen. Jeder Branchenteilnehmer wei\u00df, dass sich absehbar an der Preissegmentierung nichts \u00e4ndern wird. Letztlich bleibt es dabei: Die Verbraucher entscheiden, welches Bier ihnen welcher Preis wert ist \u2013 und genauso agiert der Lebensmitteleinzelhandel. Bier ist allen Unkenrufen zum Trotz eben doch ziemlich begehrt in Deutschland und damit der beste Lockvogel f\u00fcrs w\u00f6chentliche Gesch\u00e4ft. Das ist zumindest die gute Nachricht hinter der Diskussion.<\/p>\n\n\n\n
Preiseinstieg als Mengenbringer<\/h2>\n\n\n\n
Das Preisbild im deutschen Handeln ist eindeutig und daran d\u00fcrfte weder der Handel selbst noch der Verbraucher r\u00fctteln wollen. Rund 30 Prozent des Bieres wird zu Kastenpreisen unter zehn Euro verkauft. Ausgemergelte Marken wie Hasser\u00f6der sind inzwischen darauf angewiesen, dass ihnen diese Preise die von AB Inbev gew\u00fcnschten Mengen bringen. Oettinger musste dem Markt nach einer zwei Jahrzehnte langen Strategie des Niedrigpreises j\u00fcngst eingestehen, dass die Wirtschaftlichkeit dramatisch gelitten hatte und eine Kurskorrektur unvermeidbar wurde. Die Inhaberin Pia Kollmar zog die Notbremse, verkaufte den Standort Gotha und erh\u00f6hte die Preise. <\/p>\n\n\n\n
Die traditionell stillen Ostbrauer Mike G\u00e4rtner und Karsten Uhlmann vom Frankfurter Brauhaus an der Oder f\u00fchlen sich mit ihrer TCB und Standorten in Dresden und Hannover offenbar unver\u00e4ndert wohl. Sie beliefern ger\u00e4uschlos alles, was der Discount f\u00fcr den namenlosen Preiseinstieg in der Warengruppe Bier ben\u00f6tigt. Selbst Warsteiner Gruppen-Chef Helmut H\u00f6rz kann der Versuchung nicht widerstehen und setzt auf das Low-Price-Gesch\u00e4ft, indem er bei Kaufland in die Bresche springt und die Oettinger-Hektoliter auf Paderborner umstellt. Preiseinstieg ist eben ein verf\u00fchrerischer Mengenbringer.<\/p>\n\n\n\n
Ank\u00fcndigungen ohne Wirkung<\/h2>\n\n\n\n
Die Geschichte der \u00f6ffentlich zur Schau getragenen Bierpreis-Forderungen ist nicht neu, daf\u00fcr aber lang. Ganze vorne platzierte sich vor genau zehn Jahren die Bitburger Braugruppe mit der Ank\u00fcndigung, dass man k\u00fcnftig \u00f6fter und in kleinen Schritten ihre Bierpreise erh\u00f6hen wolle. Deren damaliger Vorstandssprecher Dr. Werner Wolff sah in steigenden Kosten f\u00fcr Produktion, Rohstoffe und Personal Gr\u00fcnde genug, um \u201enicht wieder f\u00fcnf Jahre die Luft anhalten\u201c zu m\u00fcssen. Kaum hatte er seinen Chefsessel ger\u00e4umt, stie\u00df Nachfolger Axel Dahm 2017 ins gleiche Horn und wollte der \u201eVerramschung unserer Produkte\u201c Einhalt gebieten. Das klang \u00e4hnlich wie die aktuellen Worte des bayrischen Brauerpr\u00e4sidenten. Wolff und Dahm, die inzwischen nicht mehr in der Eifel t\u00e4tig sind, konnten erwartungsgem\u00e4\u00df kaum etwas erreichen \u2013 der Aktionspreis der Marke Bitburger landete beim j\u00fcngsten EM-Fu\u00dfballturnier unver\u00e4ndert bei 9,99 Euro. <\/p>\n\n\n\n
Die Quintessenz ist einfach und genauso ern\u00fcchternd: Solange es so gro\u00dfe und mangels Nachfrage noch wachsende \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, wird sich an der Preisgestaltung und der aktuellen Segmentierung nichts \u00e4ndern. Da hilft auch sommerliches Wehklagen nichts. <\/p>\n","post_title":"Sommer-Diskussion um Bierpreise","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sommer-diskussion-um-bierpreise","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2024-08-12 16:16:22","post_modified_gmt":"2024-08-12 14:16:22","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/xenodochial-pare.87-106-62-79.plesk.page\/?p=45833","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":false,"total_page":1},"paged":1,"column_class":"jeg_col_3o3","class":"jnews_block_3"};