Die Brauereien in Nordrhein-Westfalen mussten auch 2024 einen Rückgang hinnehmen. „Mit dem Jahr 2024 können die Brauereien in Nordrhein-Westfalen wieder nicht zufrieden sein“, sagt Michael Hollmann, Vorsitzender des Brauereiverbands NRW und Geschäftsführer der Bolten-Brauerei. Trotz der Fußball-EM im eigenen Land blieben positive Impulse aus. Der Bierausstoß der Mitgliedsbrauereien sank um 1,5 Prozent, der Pro-Kopf-Konsum fiel auf unter 88 Liter – Anfang der 1990er Jahre waren es noch 145 Liter.
Für Hollmann sind die Ursachen klar: „Eine alternde Gesellschaft führt im Schnitt zu einem geringeren Bierkonsum pro Kopf. Hohe Preise in der Gastronomie führen zu selteneren Restaurantbesuchen, bei denen auch auf das zweite Bier zum Essen verzichtet wird. Und hinzu kommt ein generell geändertes Trinkverhalten. Das sind die Realitäten, denen wir uns stellen müssen.“ Gleichzeitig steigen die Kosten für Rohstoffe, Energie, Logistik und Löhne weiter. Der Verbandschef rechnet damit, dass weitere Brauereien ihren Betrieb einstellen. „Das ist ein großer Verlust für die jeweilige Region, da Brauereien oft wichtige Förderer des Brauchtums und Vereinswesens sind“, warnt Hollmann. Zudem gehe mit jeder Schließung ein Stück Kulturgut verloren.
Bei den beliebtesten Biersorten in NRW bleibt Pils klar vorne. Während Alt leicht zulegte, musste Kölsch spürbare Einbußen hinnehmen. Hoffnung setzt Hollmann auf alkoholfreies Bier. Mittlerweile sei fast jedes zehnte Bier in Deutschland alkoholfrei – Tendenz steigend. „Bier ist ein geselliges Produkt. Bier bringt die Menschen zusammen. Und es kommt dabei nicht darauf an, ob das Bier Alkohol enthält oder nicht“, betont Hollmann.











































































